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Es schwebt

Luftige Eindrücke aus dem Pfarrhaus Sondheim

Baustelle Pfarrhaus Sondheim - der Name ist Programm, denn vor Kurzem starteten wir mit den ersten Rohbaumaßnahmen im Zuge der Sanierung. Da sich insbesondere Teile der Holzschwellen der Fachwerkaußenwände in äußerst schlechtem Zustand befinden, ist es statisch unabdingbar, dort Ertüchtigungsmaßnahmen durchzuführen. Die Schwellen sind für die Tragfähigkeit des Gebäudes essentiell, da sie die Basis für das gesamte Fachwerkgerüst bilden.
Zunächst werden die Fußbodenaufbauten abgetragen und die betreffenden Gefachfelder herausgenommen, sodass die Schwellhölzer zum Vorschein kommen. Die beschädigten werden anschließend von den intakten Abschnitten getrennt und abgetragen. Im gleichen Zuge wird die Fachwerkkonstruktion aufgebockt, um die Lastabtragung zu gewährleisten. Nun werden nach und nach neue Schwellen betoniert, mit denen die Fachwerkständer und Stiele wieder kraftschlüssig verbunden werden. So kann die Lastabtragung entsprechend des ursprünglichen Zustands wiederhergestellt werden.

Außerdem finden aktuell die vorbereitenden Arbeiten für den Bau eines neuen Heizhauses statt, denn in Zukunft wird die Wärmeversorgung des Pfarrhauses über Pellets gewährleistet werden. Das Heizhaus mit einer Grundfläche von ca. 33 m² wird süd-östlich des Pfarrhauses errichtet und ist in einen Heizraum sowie einen etwa doppelt so großen Pellet-Lagerraum aufgeteilt.

Aus Alt mach ?

Möglichkeiten beim Bauen im Bestand

Neben Neubauten und größeren Bestandssanierungen für öffentliche Aufraggeber gibt es natürlich auch die kleinen Einfamilienhäuser.
Oft kommt es vor, dass Bauherren vor oder nach dem Kauf eines Gebäudes oder Grundstücks auf uns zukommen. Im Vordergrund stehen dabei meistens Wünsche nach Ideen, Konzepten und Entwürfen - natürlich soll aber auch die Kostenfrage nicht unberücksichtigt bleiben.
Diese Woche stand die Objektbegehung eines neuen Projekts auf der Agenda. Es handelt sich um ein bestehendes Einfamilienhaus mit Satteldach, mit einem Vollgeschoss sowie einem Dachgeschoss aus den 1930er Jahren. Daneben gibt es noch einen Anbau.
Auf alten Plänen konnte schon eine grobe Grundrissskizze des Bestands angefertigt werden, die wir dann vor Ort als Grundlage für die Eintragungen von Maßen und Höhenbezügen verwenden konnten. Im Laufe der nächsten Tage wird das Aufmaß ins CAD übertragen, sodass wir zeitnah mit den ersten Ideenskizzen starten können. Mehr dazu bald.

Akustik und Schall Realschule Mellrichstadt

Besser hören und verstehen

Nicht nur in Hinblick auf die Flucht- und Rettungwegsituationen sondern auch in Hinblick auf die Raumeinrichtung und-gestaltung sind besonders im Bestand kreative Lösungen gefordert. Im Zuge der Teilsanierung von Gebäude B der Realschule Mellrichstadt müssen bspw. aktuelle Anforderungen an den Brandschutz aber auch an den Schallschutz erfüllt werden. Es müssen die Deckenbekleidungen, die damals in den Fluren angebracht wurden, entfernt und durch nicht brennbare Verkleidungen ersetzt werden. Auch Garderoben werden künftig in die Klassen verlagert, denn notwendige Fluren oder Treppenräumen sind dringend von Brandlasten wie Jacken oder Turnbeutel freizuhalten.
Derzeit beschäftigen wir uns intensiv mit der Gestaltung der Klassenräume und ihrer Möblierung. Vorgaben zu Klassengrößen seitens der Schule sowie akustische Anforderungen sollen mit einer ansprechenden Raumgestaltung vereinbart werden. Bereits bei den Ausweichklassenzimmern in Gebäudeteil A setzten wir auf Holzwolleplatten als Wandverkleidungen. Nach Rücksprache mit der Schule und der Stadt wird das natürliche und zugleich akustisch wirksame Material auch in den zu sanierenden Räumen von Gebäude B eingesetzt werden. Jedoch nicht in Form von Wandverkleidungen, sondern als Abhangdecken.
Diese Elemente sind in der aktuellen Planungsphase auch in den Fluren als nicht brennbare Variante an den Decken geplant. Die Unterschiede im Vergleich zur aktuellen Situation können über einen Akustikrechner simuliert und berechnet werden, um zu prüfen, ob die Standards erfüllt werden.
Die naturbelassenen Platten werden den Räumen zugleich eine gewisse Behaglichkeit verleihen.

 

Baustellenupdate Realschule Mellrichstadt

Ausweichmöglichkeiten schaffen

Um Gebäudeteil B der Realschule in Mellrichstadt teilsanieren zu können (siehe Blogbeitrag), müssen zunächst Übergangsräume für die Bauphase geschaffen werden. Denn der Bauzeitenplan sieht vor, dass die Umbauarbeiten geschossweise stattfinden - demnach werden 3 bis 4 Klassenräume für einen Zeitraum von etwa 8 Wochen nicht nutzbar sein.

Neben der bestehenden Lehrküche im unteren Geschoss des Gebäudeteils A werden daher aktuell 3 Ausweichklassenräume hergerichtet. Aus den ehemaligen Physik- und Chemiefachräumen, die seit längerem nicht mehr genutzt wurden, entfernte man zunächst vorhandene Einbauten. Anschließend wurden Fenster und Heizkörper ausgetauscht. Nachdem Decken und Wände ausgebessert und neu gestrichen wurden, wird nun eine akustisch wirksame Wandverkleidung an drei Raumseiten angebracht. Bereits während der Baustelle ist der Unterschied in Bezug auf die hier Raumakustik enorm.
Zwischen den im Naturton belassenen Holzwolleplatten werden farbige Platten und Magnetflächen für Abwechslung sorgen. Dort, wo die Tische die Wände berühren, wird auf entsprechender Höhe eine Rammschutzleiste angebracht, während jeweils auf der Rückseite der neuen Klassenzimmer Garderoben mit Doppelhaken Platz finden. Speziell für diese Situation war es nötig, ein Detail zu entwerfen, da die Haken verdeckt hinter einer Leiste sitzen sollen. Auch wird in den Räumen ein neuer Boden verlegt. Das Farbkonzept sieht neben natürlichen Farben an Wänden und Böden sowie weißen Decken einzelne farbige Platten oder Plattenstreifen in einem hellen Mint- und Petrolton vor.
Um die Arbeit auf der Baustelle zu erleichtern wurde für jeden Raum eine Raumabwicklung angelegt. Auf den Wandansichten ist neben dem Verlegemuster auch die Position der farbigen Platten zu erkennen.

Umbaufortschritt

Aufgemöbelt

Detailplanung Möblierung

Als Teil der Ausführungsplanung für das im letzten Beitrag vorgestellte Bauvorhaben Einfamilienhaus Kraus wurden Möblierungspläne ausgearbeitet, da das Interieur unserer Auffassung nach wesentlich zu einem gelungenen Entwurf beiträgt. Im Zuge dessen beschäftigten wir uns intensiv mit den Möbeln des repräsentativen Koch-, Ess- und Wohnbereichs.
Bei der Küchenplanung sind neben der Gestaltung und des Designs insbesondere die Arbeitsabläufe und die Küchenroutine zu berücksichtigen, wovon nicht nur die Platzierung der Geräte sondern auch die Anordnung der Arbeitsflächen abhängig ist. Macht ein Kühlschrank gegenüber der Spülmaschine Sinn? Oder möchte man lieber Geschirrschränke und das Waschbecken in unmittelbarer Nähe der Spülmaschine platziert haben? Eine clevere und durchdachte Planung sorgt dabei langfristig für Zufriedenheit.
Bei allen Möbeln stellt sich zunächst die Frage nach ihrer Funktion. Zur Klärung dessen sind besonders die Bauherren gefragt. Die Entscheidung, ob ein Kamin mitten im Raum nur zu dekorativen Zwecken dient oder ob er als Raumteiler mit Schränken oder Regalen gleichzeitig auch praktisch ist, ist Geschmackssache. Auch bei Garderoben liegen Prioritäten oft weit auseinander. Ob geschlossen oder offen, ob in Holz oder in weißem Mattlack, ob mit Griffen oder ohne - der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
Alles in Allem kann man mit individueller Möbelplanung weit mehr aus einem Grundriss herausholen, als oft angenommen und dadurch den Wohnraum noch spezieller optimieren. Dabei bieten wir immer verschiedene Varianten an, da es nie die EINE perfekte Lösung gibt - denn wie jeder Bauherr und jedes Bauvorhaben sind auch die Ansprüche und Wünsche ganz einzigartig.

Varianten und Raumeindrücke

Einfamilienhaus Kraus

Wohnen auf einer Ebene

Selbstverständlich sollte Bauen heutzutage möglichst barrierearm sein, um das Haus auch noch im Alter ohne Einschränkungen nutzen zu können. So entschieden sich die Bauherren in der Entwurfsphase recht schnell für einen eingeschossigen Baukörper mit Teilunterkellerung und angrenzender Doppelgarage.
Bei Außenmaßen von etwa  26,5 m x 10 m kann das Gebäude grob in zwei Hälften gegliedert werden. Im Osten angeordnet befindet sich der Privatbereich mit Schlafraum für die Eltern inklusive großzügigem Masterbad. Daneben sind drei Kinderzimmer mit knapp 13 m² vorgesehen. Durch einen großzügigen Eingangsbereich mit Garderobe gelangt man in den offenen Koch-, Ess- und Wohnbereich mit 86 m². Dieser wird durch einen sowohl funktionalen als auch dekorativen Raumteiler zoniert, der neben einem Panoramakamin noch eine dekorative Holzlege sowie Stauraum bietet.
Über den verglasten Essbereich gelangt man über eine Hebe-Schiebetür auf die überdachte Terrasse, die durch ihre abgeschrägte Form besticht.
Im Untergeschoss finden neben einer separat erschlossenen Einliegerwohnung noch der Technik- und der Hauswirtschaftsraum Platz.
Die Herausforderung bei diesem Entwurf bestand und besteht vor allem in der Ausarbeitung der Details, da gewisse energetischen Standards erreicht werden sollen.
Im aktuellen Rohbau sind sowohl das Kellergeschoss als auch die Bodenplatte für das Erdgeschoss fertiggestellt. Auch die Wände sind bereits gemauert, sodass im nächsten Schritt der Ringanker betoniert werden kann.
Insbesondere übernahmen wir im Zuge der Entwurfs- und Ausführungsphase auch die Möbelplanung, worauf wir im nächsten Blogbeitrag genauer eingehen werden.

Entwurfsphase

Neubau EFH am Hang

Bestandsgelände als größte Herausforderung

Die Bauherren kamen mit einem Neubauwunsch auf uns zu, der es in sich hat - denn das lange Grundstück, das nur im vorderen Teil bebaut werden darf, hat in diesem Bereich einen Hang mit einem Niveauunterschied von mehr als 6 m, was etwa zwei Geschosshöhen entspricht. Nachbarbebauung im Osten und Westen ermöglichen aufgrund der Abstandsflächen wenig Spielraum in diese Richtungen - im Süden befindet sich der Hang. Neben dem enormen Höhenversprung stellt sich das Gelände also auch in Hinblick auf die Ausrichtung als Herausforderung dar.

Deshalb muss man also mit der Ebene des Hauptwohngeschosses über den "Knickpunkt" des Hangs gelangen. Ab dort steigt das Gelände nur noch leicht an, sodass der Bereich als Garten genutzt werden kann. Um auf die o.g. Höhe von über 6 m zu kommen, sind zwei Untergeschosse nötig, in denen neben dem Erschließungskern inkl. Aufzug auch Funktionsräume, PKW Stellplätze, Technikfläche und der Eltern- sowie Gästebereich Platz finden. Dies wurde in Abstimmung mit den Bauherren so festgelegt.

Die Hauptattraktion findet sich dann im Erdgeschoss. Denn vom großzügigen Koch- und Essbereich kann man auf den Innenpool schauen. Die großzügige Glasfassade in Richtung Süden lassen den Garten und die Natur mit dem Innenraum verschmelzen. Dagegen stellt sich das mehrgeschossige Wohnhaus zur Straßenseite (Norden) hin eher geschlossen dar, was durch Holzlamellen-Elemente erreicht wird.
Von der Dachterrasse aus kann man entweder den Blick über den Garten schweifen lassen oder in die bezaubernde Ferne der Rhön bis hin zum Kreuzberg sehen.

Aktuell befinden wir uns im Endspurt der Entwurfsphase und wollen zeitnah den Bauantrag einreichen.

Eindrücke vom Grundstück

 

Beschusskanal Firma Weihrauch

Ein sehr langes Bauwerk

Auf dem Firmengelände der Fa. Weihrauch in Mellrichstadt haben wir einen Beschusskanal zur Prüfung der hergestellten Waffen geplant, der sich aktuell inmitten der Ausführung befindet. Das lange Bauwerk erstreckt sich insgesamt auf einer Länge von 86 m.

Am Anfang befindet sich der Zugang mit Anschluss an den Beschussraum, wo sich der Schütze befindet. Nach dem Abfeuern passiert das Geschoss zunächst eine Knall- und Rauchschleuse, bevor es durch den eigentlichen Kanal von etwa 75 m fliegt und zuletzt in einem Kugelfang durch spezielle Matten gebremst wird.

Bei der Planung waren insbesondere die Bauteilstärken, v.a. in Hinblick auf den Schallschutz und die Kugelsicherheit, relevant. Beim Material wurde daher auf Stahlbeton gesetzt.

Der Kanal

Altes Haus in neuem Glanz

Sanierung der alten Schule in Unterwaldbehrungen

Inmitten des historischen Kerns des Örtchens Unterwaldbehrungen findet man den Dorfplatz mit einigen historischen Gebäuden vor. Direkt neben der leicht erhöht stehenden Kirche und einem ehem. Wirtshaus in Fachwerkbauweise erstrahlt seit ihrer Sanierung auch die denkmalgeschützte "Alte Schule" wieder in neuem Glanz, wodurch nicht nur der Platz, sondern auch der gesamte Altort enorm aufgewertet werden.
Nach seiner Fertigstellung bietet das sanierte Denkmal nach wie vor Platz für den Musikverein und den Jugendraum.

Auf der Grundlage von Bestandsplänen erstellte unser Büro Entwurfs- und Ausführungspläne und übernahm gleichzeitig die Bauleitung.
Im Fokus stand die Ertüchtigung des Fachwerks sowie der Elektroleitungen und des Heizsystems. Hierbei setzt man auf Pellets.
Hölzer mit starkem Schädlingsbefall, deren Tragfähigkeit nicht mehr garantiert werden konnte, mussten ausgetauscht werden. Gefache wurden gesichert, ausgebessert und ggf. ausgetauscht. Anschließend erhielten die Fassaden einen neuen Anstrich - rotes Fachwerk mit dunklem Begleitstrich auf weißen Gefachen.
Nach den nötigen Zimmererarbeiten erhielt das Haus auch eine neue Dachdeckung nach historischem Vorbild. An der äußeren Natursteinmauer und dem Gebäudesockel wurden Ausbesserungsmaßnahmen, etwa Neuverfugungen, vorgenommen.
Neben den Fenstern und einigen Türen wurden auch die öffentlich zugänglichen Sanitäranlagen komplett überholt.
Im Innenraum standen die Aufarbeitung der Holztreppe, der Dielenböden und der Eingangstür an.

Während des gesamten Projektzeitraums übernahmen wir neben der Planung auch die Ausschreibung, die Koordination auf der Baustelle und das Kostenmanagement. Als größte Herausforderung galt die Fachwerksanierung.

Auftraggeber

Gemeinde Bastheim

Planer

wukowojac architekten

Balsam für die Seele und fürs Auge

Ein Badehaus fürs Biohotel Sturm

Bereits während des Neubaus der Gartenblickzimmer des Biohotel Sturm in Mellrichstadt kam den Bauherren die Idee zum Umbau eines der beiden bestehenden Gästehäuser. Zunächst war deren Abbruch geplant, doch auch in Hinblick auf den Aspekt der Nachhaltigkeit, der das Konzept des Hotels prägt, entwickelte man den Gedanken einer Sanierung des Bestands weiter. Da das Haupthaus bereits umgebaut ist und die im Juni fertiggestellten Doppelzimmer mit Gartenblick das neue Highlight darstellen, soll nun auch im Bereich der Gästehäuser etwas geschehen, um das Konzept "Bio und Wellness in der Rhön" auszubauen und zu ergänzen. Als neuer Baustein ist dafür ein sog. "Badehaus" in den Mauern vom "Landhaus Julius" geplant.
Der Begriff ist an sein historisches Vorbild angelehnt, denn die öffentlichen Badehäuser waren bereits im Mittelalter nicht nur zur Körperpflege oder zur medizinischen Versorgung da, sondern bildeten auch einen gesellschaftlichen Treffpunkt. Dort wurde interessanterweise auch früher schon "geschwitzt".

Der Hauptakteur soll daher die Panorama Sauna mit Blick in den traumhaften Garten sein, die von einem großzügigen und gemütlichen Ruhebereich begleitet wird, welcher zum Entspannen einlädt. Ganz philosophiegetreu wollen die Bauherren auch hier auf nachhaltige Baustoffe setzen, die gleichzeitig einen qualitativen Anspruch verkörpern sollen. Die zurückhaltende Architektur lässt der Natur den Vortritt und der Werkstoff Holz spiegelt sich - wie auch schon bei den Gartenblickzimmern - sowohl im Inneren als auch Außen wider.

Insbesondere sind in der Planungsphase die statischen Gegebenheiten des Bestands zu berücksichtigen. Die erforderlichen und gewünschten Raumgrößen konnten problemlos untergebracht werden, jedoch spielte der Ablauf beim Saunabaden eine wesentliche Rolle für die Anordnung der Räumlichkeiten.

Raumeindrücke (Rendering)